Okt9

Vernissage | Neuanfänge im Norden Regensburgs

M26, Regensburg

Tamira Unger verfolgt die Arbeit und Erzählungen ihrer Mutter seit diese 2015 ihren Job im Stadtteilprojekt Nord in Regensburg angetreten hat. Das Stadtteilprojekt gehört zum Amt für Jugend und Familie der Stadt Regensburg. Ihre Mutter arbeitet dort mit Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen, die oft von Armut betroffen sind, oft mit geflüchteten Menschen und meist Kindern mit Migrationshintergrund. Vor allem hilft sie, mit Blick auf das Kindeswohl, die Situation in den Familien zu stabilisieren.

Sie unterstützt und begleitet im behördlichen „Dschungel“ und bei Alltags- und Erziehungsfragen. Bei dieser Arbeit erlebt sie hautnah jeden Tag die unsichtbaren Lebensrealitäten von Menschen im Regensburger Norden. Viel zu kleine Wohnungen, oft mit Schimmel, isoliertes Leben von Frauen und ihren kleinen Kindern, den Kampf um Bildung und Teilhabe, Sprachhürden und prekäre Arbeitsverhältnisse sind Alltag in diesen Familien und haben langwierige Folgen. Ganz viel Dankbarkeit wird Tamiras Mutter und ihren Kolleginnen täglich entgegengebracht.

Schon lange machen sich die beiden Gedanken darüber, wie man Menschen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, sichtbarer macht und gleichzeitig die wichtige Arbeit des Stadtteilprojekt Nords thematisiert.

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